Endosmose und Exosmose


Endosmose und Exosmose

Endosmose und Exosmose und Exosmose nennt man die Eigenthümlichkeit thierischer, auch pflanzlicher Häute, welche die Scheidewand zwischen zwei verschiedenartigen Flüssigkeiten bilden, von diesen Flüssigkeiten aber gegenseitig, und zwar nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, durchdrungen werden. Werden also zwei Flüssigkeiten von verschiedener Dichtigkeit von einander getrennt, z.B. eine mit einer Zuckerlösung gefüllte Schweinsblase in ein Gefäß mit reinem Wasser gehängt, so zeigt sich alsbald das Bestreben der Flüssigkeiten, ein Gleichgewicht in ihrer Dichtigkeit herzustellen. Ein Theil des Wassers dringt durch die Blase zur Zuckerlösung (Endosmose), ein Theil der Zuckerlösung geht durch die Blase zum Wasser üb er (Exosmose). So auch bei anderen unter sich mischbaren Flüssigkeiten. Auch im lebenden Organismus der Thiere und Pflanzen sehen wir die End. und Er. thätig, u. sie spielt eine wichtige Rolle bei dem Stoffumsätze in den Capillargefäßen und dem Ernährungsprocesse.


http://www.zeno.org/Herder-1854.

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  • Osmose — (Diosmose), der gegenseitige Austausch zweier miteinander mischbarer Flüssigkeiten (s. Diffusion), die durch eine sein poröse Scheidewand voneinander getrennt sind. Wird in dem Hals eines Fläschchens, dessen Boden abgesprengt ist, mittels eines… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Dutrochet — Henri Dutrochet Henri René Joachim Dutrochet (* 14. November 1776 in Néon, Poitou; † 4. Februar 1847 in Paris) war ein französischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Dutr.“. Dutrochet studierte ab 1802 Medizin an der …   Deutsch Wikipedia

  • Henri Dutrochet — Henri René Joachim Dutrochet (* 14. November 1776 in Néon, Poitou; † 4. Februar 1847 in Paris) war ein französischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Dutr.“. Dutrochet studierte ab 1802 Medizin an der …   Deutsch Wikipedia

  • Naturwissenschaft — 1100 v. Chr. Tschu Kong (China) bestimmt die Schiefe der Ekliptik. 1100 Älteste Nachricht vom Gnomon in der chinesischen Schrift Tschiu pi. 585 Thales von Milet erkennt die Ursache der Sonnen und Mondfinsternisse und betrachtet die Erde als… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Osmose — Osmose, der Austausch der Bestandteile zweier Flüssigkeiten durch eine sie trennende Scheidewand, die aus gebranntem Ton, Gips oder dgl., oder aus einer tierischen oder vegetabilischen Membran besteht. Ist der Austausch doppelseitig (Endosmose… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Resorption — Resorption, lat. dtsch., d.h. Wiederaufsaugung, in der Physiologie die Aufsaugung solcher Stoffe ins Blut, welche schon vorher in dem Blute enthalten waren u. aus diesem in verschiedene Körpertheile ausgeschieden worden, so der in den serösen… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Osmose — Als Osmose (gr. ὠσμός ōsmós „Eindringen“, „Stoß“, „Schub“, „Antrieb“) wird in den Naturwissenschaften der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable (auch: selektiv permeable) Membran bezeichnet. Osmose ist für viele Abläufe in der… …   Deutsch Wikipedia

  • Osmotisch — Als Osmose (von griechisch ὠσμός, ōsmós = „Eindringen, Stoß, Schub, Antrieb“) wird in den Naturwissenschaften der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable (auch: selektiv permeable) Membran bezeichnet. Osmose ist für viele Abläufe… …   Deutsch Wikipedia

  • Osmotischer Druck — Als Osmose (von griechisch ὠσμός, ōsmós = „Eindringen, Stoß, Schub, Antrieb“) wird in den Naturwissenschaften der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable (auch: selektiv permeable) Membran bezeichnet. Osmose ist für viele Abläufe… …   Deutsch Wikipedia

  • Salzkraft — Als Osmose (von griechisch ὠσμός, ōsmós = „Eindringen, Stoß, Schub, Antrieb“) wird in den Naturwissenschaften der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable (auch: selektiv permeable) Membran bezeichnet. Osmose ist für viele Abläufe… …   Deutsch Wikipedia