Haare


Haare

Haare, dünne, harte, cylinderförmige, elastische, aus Horngewebe bestehende Fäden von verschiedener Farbe, Länge und Windung, die fast über die ganze Haut verbreitet sind. Man unterscheidet an ihnen den über die Haut hervorragenden Theil, den Haarschaft, und den in der Haut liegenden Theil, die Haarwurzel, deren unterstes angeschwollenes Ende die Haarzwiebel heißt. Das Gewebe des H.s zerfällt in die faserige Rindensubstanz und in die zellenähnliche Marksubstanz. Nach seinem Austritt aus der Haut erhält es noch einen Ueberzug von der Oberhaut. Die Haarwurzel ist von einer Vertiefung der Haut, dem Haarbalge, umschlossen, u. sitzt auf einem darin befindlichen weichen Wärzchen, dem Haarkeim, welcher sich in die Marksubstanz verliert. Nur der Haarkeim und Haarbalg besitzen Gefäße und Nerven, und von ihnen aus geschieht das Wachsthum des H.s, indem durch Absatz von Hornsubstanz das Haar immer weiter aus dem Balge hervorgeschoben wird. Dieses geschieht nur bis zu einer bestimmten Länge des H.s, wird es aber abgeschnitten, so dauert das Wachsthum beständig fort. Werden der Haarkeim und der Haarbalg in ihrer Funktion gestört oder gehemmt (durch Krankheit od. im Alter), so werden die H. grau oder fallen aus, und ist ihre Thätigkeit gänzlich erloschen, so ist ein Wiederwachsen der Haare unmöglich. Gänzlich von Haar entblößt sind nur wenige Stellen am menschl. Körper, zumal mindestens die auf der Haut zerstreuten seinen Woll-H. fast den ganzen Körper bedecken. Die Farbe der H. ist sehr verschieden, von Weiß bis Schwarz, gewöhnlich entsprechend der allgemeinen Hautfarbe. – H. finden sich fast in allen Thierklassen (nicht bei den Amphibien), freilich in den verschiedensten Gestalten: Wollhaar, Borsten, Federn, Stacheln.


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  • Haare — Haare, fadenförmige Gebilde der Oberhautzellen, werden, sofern es sich um geringwertige Ware handelt, auf Stickstoffdünger verarbeitet. Sie enthalten je nach den Verunreinigungen der Werkstatt 5–13% Stickstoff. Wertvollere Haare (Schaf ,… …   Lexikon der gesamten Technik

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  • Haare — (Pili, Bot.), sind gleichsam auf der Oberhaut der Pflanzen aufgepflanzte Organe, von sehr verschiedener Form u. Anordnung, welche aus einer od. mehreren Zellen bestehen. Man unterscheidet einfache (Pili simplices), u. im Gegensatze verästelte (P …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Haare — Haare, hornige, fadenförmige Hautgebilde der Säugetiere [Längsschnitt Abb. 741], bestehen aus Mark , Rindensubstanz und dem Oberhäutchen und wurzeln im sog. Haarboden. Der längere Teil des H., der Haarschaft [a], steckt mit der Haarwurzel [b] in… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Haare — Ein Menschenhaar unter dem Mikroskop (Bildausschnitt: 600×400 µm2) Schematischer Querschnitt der menschlichen Haut mit einem Haar …   Deutsch Wikipedia

  • Haare — I Haare,   Die vielzelligen Haare sind ein Kennzeichen der Säugetiere. Sie werden von der Oberhaut (Haut) gebildet, die mit dem Haarbalg und der Haarwurzel tief in die Lederhaut eingesenkt ist. Ihre Form hat Einfluss auf die Form des Haares… …   Universal-Lexikon

  • Haare — Ha̲a̲re vgl. Pili …   Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke