Elasticität


Elasticität

Elasticität oder Schnellkraft, Federkraft, die Eigenschaft der Körper, nach einer durch äußere Kräfte bewirkten Veränderung ihrer Form die frühere Form wieder anzunehmen, sobald jene äußern Kräfte zu wirken aufgehört haben. Jene Formveränderung der Körper kann durch Zug oder Druck oder Biegen geschehen, jedoch nur innerhalb gewisser Gränzen; wird diese Gränze von der Gewalt des Zugs oder Drucks überschritten, so geht die E. verloren. E. scheint allen Körpern eigen zu sein, jedoch in sehr verschiedenem Grade. Sehr elastisch sind Stahl, Federn, Kautschuk etc., vollkommen elastisch nur flüssige und gasförmige Körper, während die festen Körper ihre frühere Form nicht vollkommen wieder annehmen. Die E. der Körper wird technisch vielfach benützt, z.B. die elastischen Federn, besonders aber die E. der Gasarten od. der Dämpfe.


http://www.zeno.org/Herder-1854.

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  • Elasticität — Elasticität. Eine an sich unerklärbare, in allen Körpern ohne Ausnahme, doch in sehr verschiedenem Grade, vorhandene Kraft, Es laßt sich die Wirkung dieser Kraft nur beschreiben, nicht definiren, wie alle Grundkräfte der Natur uns unerklärbar… …   Damen Conversations Lexikon

  • Elasticität — (v. gr.), das Bestreben der Körper, nach einer durch äußere Kraft ohne Trennung des Zusammenhangs erfolgten Verschiebung ihrer Theile, den vorigen Zustand der Cohäsion u. die vorige Anordnung der Theile von selbst wieder anzunehmen. Der Grund der …   Pierer's Universal-Lexikon

  • elasticitat — e|las|ti|ci|tat Mot Agut Nom femení …   Diccionari Català-Català

  • Schall [1] — Schall, jede Erschütterung, welche durch einen elastischen Körper bis zu unserem Ohre fortgepflanzt, in diesem die Empfindung des Hörens erregt. A) Begriff des S s. Gewöhnlich ist der den S. erregende (schallende) Körper außer uns, seine Bewegung …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Wellenbewegung — Wellenbewegung, ist der Bewegungszustand, in welchem sich ein ausgedehnter Körper befindet, wenn irgend eines seiner Theilchen durch eine äußere Kraft aus der, dem Zusammenhange aller Theilchen entsprechenden Gleichgewichtslage bewegt worden ist …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schafwolle — Schafwolle, ist die Hautbedeckung der Schafe. Die Wollfaser ist mit einem leichten, zarten, gleichartigen Stäbchen von Hornstoff zu vergleichen, welches keine Höhlung od. Röhrenbildung zeigt u. auf der Oberfläche mit quer od. schieflaufenden, oft …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Strumpfwaaren — Strumpfwaaren, die auf dem Strumpfwirkerstuhle hergestellten gewirkten Waaren, z.B. Strümpfe, Handschuhe, Jacken, Beinkleider, Mützen etc. I. Nach Art ihrer Herstellung zerfallen sie in Kulir u. Kettenwaaren. A) Die Kulirwaaren werden auf dem… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Wärme — Wärme, ist die Ursache gewisser wechselnder Zustände der Körper, welche darin bestehen, daß dieselben bei Berührung mit unserer Haut eine Empfindung hervorrufen, nach welcher wir sie warm od. kalt nennen, sowie daß sie sich unter verschiedenen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Aërostatik — (v. gr.), 1) die Lehre von den Gesetzen des Gleichgewichts luftförmiger Körper, besonders der atmosphärischen Luft. Sie beruhen auf den Eigenschaften der Schwere u. der Elasticität der Luft. Vermöge der Schwere kann die atmosphärische Luft sich… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Flüssigkeit — Flüssigkeit, ein Körper, dessen kleinste Theile od. Molecüle so unter einander verbunden sind, daß sie sich durch die mindeste Kraft gegen einander verschieben lassen. Die F en zerfallen a) in tropfbare, bei denen zwar die Gestalt von… …   Pierer's Universal-Lexikon