Metalle


Metalle

Metalle, aus dem Griech., sind einfache Körper, unterscheiden sich von anderen durch eigenthümlichen Glanz, Undurchsichtigkeit, bedeutende Leitungsfähigkeit für Wärme und Elektricität, specifische Schwere; indessen ist nicht eines dieser Merkmale ausschließlich oder eigentlich charakteristisch. Alle M. können sich mit Sauerstoff verbinden (oxydiren), doch geschieht dies in sehr verschiedenem Grade; solche, die sich nicht durch die unmittelbare Einwirkung des Sauerstoffs oxydiren, heißen edle (Platin, Gold, Silber), die anderen unedle. Schwere M. heißen die 4mal so schwer sind als Wasser, die übrigen leichte. Eigentliche M. sind dehnbar, die nicht dehnbaren z.B. Antimon, Wismuth etc. heißen uneigentliche, Halb-M. Der Schmelzpunkt der M. ist sehr verschieden; Quecksilber ist bei der gewöhnlichen Temperatur flüssig, Platin wird es erst durch den stärksten Brennspiegel od. durch das Knallgebläse. Die Verbindung zweier M. heißt Legirung, bei dem Quecksilber Amalgam. Mit Sauerstoff verbundene M. heißen Metalloxyde, präcipitirte Metalloxyde sind gewöhnlich mit Wasser verbunden u. heißen dann Hydrate. Außerdem verbinden sich die M. mit Wasserstoff, Kohlenstoff, Schwefel, Selen, Phosphor, Evan, Kiesel etc.; Metallsalze sind Verbindungen der Metalloxyde mit Säuren.


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  • Metalle [1] — Metalle. Die chemischen Elemente lassen sich bei allgemeinster Betrachtung ihrer Eigenschaften in zwei große Gruppen sondern, in die Metalle und in die Nichtmetalle oder Metalloide (s.d.). Obgleich zwischen beiden Körperklassen keine scharfe… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Metalle — (griech.), die chemischen Elemente, die gute Leiter der Wärme und Elektrizität sind, eigentümlichen starken Glanz besitzen, in einigermaßen starker Schicht undurchsichtig sind und mit Sauerstoff und Wasserstoff meist basische Verbindungen bilden …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Metalle — Metalle, einfache, unzerlegbare Naturkörper; undurchsichtig, glänzend, unauflösbar im Wasser, dehnbar. Man unterscheidet edle M., d. h. solche, die geschmolzen unverändert bleiben, und unedle, die beim Schmelzen ihr Ansehen verändern; theilt… …   Damen Conversations Lexikon

  • Metalle [2] — Metalle. – Schweißbar ist neben Eisen, Platin und Palladium in hohem Maße das Nickel. – Die spezifischen Gewichte der Metalle liegen zwischen 0,534 (Lithium) und 22,48 (Osmium). Zu den bemerkenswertesten Schmelzpunkten gehören auch:… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Metalle — (Metalla), einfache Körper (Elemente), welche sich im Allgemeinen von den Metalloiden (s.d.) durch einen eigenthümlichen Glanz (Metallglanz), Undurchsichtigkeit u. großes Leitungsvermögen für Wärme u. Elektricität unterscheiden. Die M. haben… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Metalle — (grch.), chem. einfache Körper (Elemente) von eigentümlichem Glanz (Metallglanz), Undurchsichtigkeit, Leitungsfähigkeit für Wärme und Elektrizität, gewisser Dehnbarkeit und Schmelzbarkeit; die spröden wurden früher als Halb M. bezeichnet. Leichte …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Metalle — Gallium Gold Nugget …   Deutsch Wikipedia

  • Metalle — Metạlle   [griechisch lateinisch], Sammelbezeichnung für feste und flüssige Stoffe (im engeren Sinn chemische Elemente) mit bei Zimmertemperatur relativ großer (Größenordnung 104 bis 105 S/cm), bei steigender Temperatur abnehmender elektrischer… …   Universal-Lexikon

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  • Metalle für Verbindungsleitungen — vidinių sujungimų metalas statusas T sritis radioelektronika atitikmenys: angl. interconnection metal vok. Metalle für Verbindungsleitungen, n rus. металл для межсоединений, m pranc. métal pour interconnexions, m …   Radioelektronikos terminų žodynas